Specksteinofen

Ein Specksteinofen, auch Giltsteinofen genannt, ist, wie der Name schon verrät, ein aus Speckstein gebauter Ofen. Dieser ist in erster Linie mit Scheitholz oder Holzbriketts zu befeuern. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen modernen Kaminöfen besteht bei einem Specksteinofen nicht nur die äußere Hülle aus dem Material, sondern auch die innere Brennkammer ist komplett aus Speckstein gebaut.\n\n\n\nEs gibt gute Gründe, die für die Anschaffung eines Specksteinofens sprechen. Natürlich sieht er auf seine etwas rustikale Art einfach gut aus. Dadurch, dass Speckstein in Farbe und Textur in vielen Variationen in der Natur vorkommt – zum Beispiel gibt es ihn in grau-schwarz, weiß, violett, blau und braun – können Sie sich einen Specksteinofen aussuchen, der gut zu Ihrer Wohnungsausstattung passt.\n

Specksteinofen mit härterer Oberfläche

\nAllerdings ist nicht jeder Speckstein auch für einen Specksteinofen geeignet. Im Ofenbau finden vor allem Specksteine Verwendung, die besonders hohe Wärmespeicherkapazitäten haben. Das ist auch ein weiterer Vorteil, der für einen Specksteinofen spricht. Einfache Schwedenöfen geben ihre Hitze sofort an die Umgebung ab und brauchen dementsprechend oft neues Brennmaterial. Bei einem Specksteinofen hingegen heizt sich erst mal der Speckstein im Ofen auf und kann dann über einen längeren Zeitraum seine Wärme an die Umgebung abgeben. Ein Specksteinofen kann, je nach Bauart, seine Wärme bis zu 24 Stunden speichern. So kann es sein, dass sie mit nur einer Befeuerung am Tag den ganzen Tag lang einen warmen Ofen haben.\nAllgemein ist Speckstein eher für eine relativ weiche Oberfläche bekannt, die sich durchaus mit dem Fingernagel einritzen lässt. Im Ofenbau kommt aber in erster Linie der brasilianische oder finnische Speckstein zum Einsatz. Zum einen, weil diese eine enorm hohe Wärmespeicherkapazität haben, zum anderen aber auch, weil sie besonders hart sind und somit der Specksteinofen im alltäglichen Gebrauch nicht so schnell verkratzt.\n

Ein Specksteinofen hat kontinuierliche Wärme

\nAllerdings sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass Sie mit einem Specksteinofen keinen „Schnellheizer“ bekommen. Dadurch, dass sich zuerst die Specksteine aufheizen, wird der Räum zunächst recht träge erwärmt, danach bleibt die Wärme dann aber relativ konstant vorhanden. Zudem ist zu beachten, gerade wenn Sie in einem Altbau wohnen, dass ein Specksteinofen sehr schwer ist – das liegt der an der hohen Dichte des Gesteins. Im Zweifelsfall sollten Sie also besser einen Baustatiker um Rat fragen, bevor Sie sich einen Specksteinofen kaufen.\n\nBildquelle: Patrizia Tilly – Fotolia.com