Ein überdachter Carport – welche Möglichkeiten gibt es?

Ein überdachter Carport ist die kostengünstige Alternative zur Garage und weist ihr gegenüber zahlreiche weitere Vorteile auf: Baugenehmigungen sind leichter erteilt; der Bau ist unkomplizierter und besteht zum Teil nur aus vorgefertigten Bausätzen; der Carport ist besser mit dem übrigen Haus in Einklang zu bringen und eignet sich somit besser als Abstellplatz weiterer Gegenstände. Ein Carport macht optisch einen ansprechenderen Eindruck als die doch recht schwerfällig anmutende Garage und auch die Luftzirkulation ist fraglos besser, was sich nicht zuletzt auch auf die dort parkenden Fahrzeuge positiv auswirkt. Außerdem lässt sich das Dach des Carports für regenerative Energiegewinnung durch eine Photovoltaikanlage gut nutzen – vor allem dann, wenn es direkt von der Sonne beschienen wird.

Carport

Angedockt oder Freifläche?

Zudem bietet ein Carport einen größeren individuellen Handlungsspielraum als eine fest mit dem übrigen Haus verbundene Garage. Kunden sollten sich vor dem Kauf über die Möglichkeiten informieren, wie das Carport ausgerichtet sein sollte. Grundsätzlich kann ein überdachter Carport am Haus angedockt sein oder als freistehende Einheit auf dem Grundstück stehen. Der Vorteil des Anbaus besteht in der Einsparung von Platz, weil das Haus selbst von einer Seite als Stütze gut nutzbar ist. Dafür ist beim Anbau darauf zu achten, dass der Stil des neuen Carports gut mit dem bereits vorhandenen Haus harmoniert. Folglich bietet das Carport auf der Freifläche mehr Handlungsspielraum und Flexibilität – denn hier kann es unter Umständen spannend sein, mit einem völlig anderen Baustil einen schönen Eyecatcher zu realisieren.

Welches Dach darf es sein?

Mit dem Flachdach, dem Spitzdach, dem Walmdach, dem Bogendach, dem Satteldach und dem Pultdach stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Das Flachdach ist dabei die unkomplizierteste Dachform, die sich am besten als Bausatz zum Selbstfertigen anbietet. Damit das Regenwasser abfließen kann, sollte eine leichte Neigung allerdings enthalten sein. Diese ist mit einem Pultdach problemlos herzustellen. Das Spitzdach wiederum bietet weiteren Stauraum im Dachbereich – so finden Surfbretter, Snowboards und Co. einen sicheren Aufbewahrungsplatz. Auch das Satteldach und das Walmdach erfüllen die Anforderungen des besonderen Witterungsschutzes, wobei besonders das Walmdach mit seinem historisierenden Flair optisch höheren Anforderungen genügt und als Panorama gut für Grillabende dient. Futuristisch mutet das Bogendach an und könnte eine Antwort auf das 21. Jahrhundert sein.

Materialien

Ein Carport aus Holz wirkt gemütlich und unterstreicht eine gewisse Naturverbundenheit insbesondere in naturnaher Umgebung. Holz ist zudem oft das kostengünstigste Material. Die Angebote an fertigen Bausätzen sind deswegen bei Holz am breitesten. Wer es eher moderner mag und seinem Carport eine gewisse Eleganz verleihen möchte, sollte sich mit dem Material Aluminium anfreunden. Das wetterbeständige und pflegeleichte Material weist eine längere Haltbarkeit auf, zudem lässt sich mit einer Konstruktion aus Aluminium Platz sparen, weil ein oder zwei Stützbalken ausreichen, um dem Dach die nötige Stabilität zu geben. Eine besondere Stabilität weisen Stahldächer aus schwereren Metallen wie Eisen, Kupfer, Stahl und Edelstahl auf. Wegen der hohen Anschaffungskosten sind diese jedoch nur dort zu empfehlen, wo die Belastbarkeit des Dachs, wie etwa in besonders schneereichen Regionen, im Vordergrund steht.

Bildquelle: © henryn0580 – fotolia.com

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