Zweifamilienhaus bauen – So wird’s was

Etwa ein Drittel aller neu gebauten Häuser sind Zweifamilienhäuser. Erfahren Sie, warum dieser Haustyp so beliebt ist, welche Vor- und Nachteile das Wohnen im Zweifamilienhaus bietet und wie Sie den richtigen Anbieter finden. Außerdem zeigen wir durchschnittliche Kosten für die Verwirklichung des Bauvorhabens auf und geben Tipps zur Finanzierung.

Zweifamilienhaus bauen – So wird's was

Warum ein Zweifamilienhaus bauen?

Wer ein Zweifamilienhaus bauen möchte, entscheidet sich für ein Haus mit zwei getrennten Haushalten. Die beiden Wohnungen liegen jedoch nicht wie beim Doppelhaus nebeneinander sondern sind übereinander angeordnet. Aufgrund der speziellen Bauweise bringt dieser Haustyp sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Hier lohnt sich die Frage, ob diese Art des Wohnens zu den eigenen Ansprüchen passt.

Vorteile:

  • mehrere Generationen leben unter einem Dach, wodurch eine gegenseitige Unterstützung möglich ist
  • wohnt man alleine im Zweifamilienhaus, kann die zweite Wohnung vermietet und so die Haushaltskasse aufgebessert werden
  • viele Kosten wie Grundsteuer, Schornsteinfeger- und Kanalgebühren können geteilt werden
  • im Gegensatz zum Mehrfamilienhaus fallen die Bau- und Wohnkosten durch das geringe Platzangebot niedriger aus
  • man wohnt nicht gänzlich alleine, muss sich aber auch nicht auf eine so große Geräuschkulisse wie beim Mehrfamilienhaus einstellen

Nachteile:

  • das Zweifamilienhaus bietet weniger Privatsphäre als das Einfamilienhaus
  • größere Baumaßnahmen müssen mit der zweiten Partei abgesprochen werden
  • wird die zweite Wohnung vermietet, müssen sich Mieter und Vermieter einigen

Zweifamilienhäuser sind also vor allem dann sinnvoll, wenn sich beide Parteien gut miteinander verstehen. Ist dies nicht der Fall, steigt das Risiko für einen Nachbarschaftsstreit mit unter Umständen unschönen Folgen.

Den richtigen Anbieter finden

Steht das Bauvorhaben und ein passendes Grundstück ist gefunden, muss man sich jetzt nur noch für einen Anbieter entscheiden. Dabei sollte auf transparente Preise und eine gute Beratung geachtet werden. Viele empfinden es auch als hilfreich, Musterhausausstellungen zu besuchen. Dort kann man sich einen Überblick über die möglichen Haustypen verschaffen. Gewählt werden kann zwischen

  • Fertighaus
  • Holzhaus
  • Massivhaus
  • Passivhaus
  • Plusenergiehaus
  • Energiesparhaus
  • Ökohaus
  • Modularem Haus
  • Fachwerkhaus

Beim Fertighaus wird zudem nochmals in einzelne Ausbauvarianten unterschieden:

  • schlüsselfertig
  • Ausbauhaus
  • Bausatzhaus

 

Was kostet ein Zweifamilienhaus?

Baut man ein Zweifamilienhaus, sind die Baukosten natürlich höher als bei einem Einfamilienhaus. Immerhin muss die Immobilie Platz für zwei Familien bieten. Da die Kosten jedoch aufgeteilt werden, sind die Baukosten erschwinglich. Wie tief man tatsächlich in die Tasche greifen muss, hängt von der Größe und Ausstattung des Hauses sowie von der Lage ab. Auch die Frage ob Eigenleistungen erbracht werden, hat einen großen Einfluss auf die Preisgestaltung.

Die Gesamtkosten für das Zweifamilienhaus setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

  • Grundstückspreis
  • Kosten für den Makler
  • Grunderwerbsteuer und Notarkosten
  • Baumfällungen, Auffüllungsarbeiten und Grundstücksbegradigung

Hinzu kommen folgende Baunebenkosten:

  • Baugrundgutachten und Vermessung
  • Bauantrag zur Baugenehmigung
  • Erschließung
  • Baustrom, Bauwasser und Verbrauchskosten
  • Versicherungen beim Hausbau

Auch für die Außenanlage und den Garten entstehen Kosten:

Zu diesen Kosten kommen dann noch die Kosten für das Haus selbst. Je nach Ausstattungsvariante und Größe gibt es schlüsselfertige Zweifamilienhäuser ab knapp 325.000 Euro. Eigenleistungen können den Preis entsprechend senken.

Besonderheiten bei der Finanzierung

Bei der Finanzierung eines Zweifamilienhauses muss man Vorsicht walten lassen: Für Immobilieninteressenten, welche die Gebäudeteile wie zwei eigenständige Finanzierungsobjekte behandeln, ergibt sich ein steuerlicher Vorteil. Während das gesamte Eigenkapital in die eigene Wohnung fließt, wird die vermietete Wohnung komplett durch ein Darlehen finanziert. Sollte Bedarf bestehen, nimmt der zukünftige Eigentümer für seine eigenen vier Wände ein zweites Baudarlehen auf.

Bildquelle: © Peggy_Marco – Pixabay

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